3D Touch jetzt auch für Android

Das iPhone 6s hat mit 3D Touch einen Touchscreen bekommen, der je nach Druckstärke unterschiedliche Aktionen ausführen kann. Ein Entwickler hat diese Funktion jetzt auch für Android-Geräte verfügbar gemacht – nur durch eine kleine Software-Änderung.Marco Chiappetta zeigt in einem YouTube-Video, wie er sein Sony Xperia Z3 Compact mit druckempfindlichkeit gepimpt hat.

Apple’s 3D Touch soll es Apps ermöglichen, bei einem leichten Druck beispielsweise nur eine Vorschau zu zeigen und erst bei einem stärkeren Druck tatsächlich das Dokument, die Email oder das Video zu öffnen und vollständig anzuzeigen.

Sein Trick funktioniert aber leider nicht automatisch auf jedem anderen Android-Gerät, denn er benutzt das integrierte Barometer – den Luftdrucksensor – des Z3. Wenn alle Abdeckkappen des wasserdichten Smartphones geschlossen sind, ändert sich der Innendruck im Gehäuse, je nachdem wie stark der Benutzer auf das Display drückt.

Diese leichte Druckänderung ist jedoch stark genug, um vom Sensor erfasst zu werden und ermöglicht Chiappetta, die neue Apple Flagship-Funktion zu simulieren.

Das ist definitiv nicht so präzise wie das ‚echte‘ Force Touch, aber es funktioniert sehr ähnlich.

Im Gegensatz zu Apple hat der Android-Experte seine Lösung auf Github veröffentlicht und somit jedem anderen Bastler und auch allen Smartphone-Herstellern zugänglich gemacht.

Bleibt die Frage, ob sich das neue Feature überhaupt durchsetzen wird. Samsung hat mit seiner Preview-Funktion, bei der der Finger nur über dem Touchscreen schweben muss, bereits vor Jahren etwas ähnliches angeboten, aber selbst Apple ist nicht auf den Zug aufgesprungen. Sollte sich 3D Touch jedoch bei Apple bewähren, sind schon bald Android-Smartphones mit der gleichen Funktionalität zu erwarten. Wir bleiben am Ball und berichten.

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